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Plain white T

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Na gut, es ist nicht ganz weiß. Mehr so cremeweiß, champagnerweiß, eierschalenweiß, hellbeige oder was es da sonst noch für Abstufungen gibt. Wie dem auch sei, ich hatte schon länger das Garn für ein schlichtes, neutrales Sommeroberteil hier herumliegen. Weil das aber immer so eine Fleißarbeit ist, etwas ganz ohne Muster zu stricken, hat die Realisierung etwas auf sich warten lassen.

Aber nun habe ich mich endlich aufgerafft und aus dem Restposten einen schlichten RVO gemacht, leicht tailliert und hinten etwas länger als vorne, aber sonst ohne Besonderheiten.



Nachdem ich das Outfit ja in letzter Zeit gern mit einem bunten Tuch aufpeppe, passen meine alten, mehr oder weniger aufwändig gemusterten Pullis gar nicht mehr so recht ins Bild. Zumal im Sommer auch die Unterteile gerne bunt sind ... 

Insofern könnte ich durchaus noch ein paar mehr solcher einfachen Pullis als T-Shirt-Ersatz gebrauchen. Und gleichzeitig den Stash etwas reduzieren. denn Wolle für derlei Projekte ist durchaus vor…

Wunderwellen

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Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass dieses harmlose kleine Muster mich den größten Teil des Monats beschäftigen würde. Aber das kommt davon, wenn man nicht nur einen, sondern gleich zwei Schals damit anfängt. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob Nr. 2 noch als Schal durchgeht: Ab welcher Breite spricht man eigentlich statt dessen von einer Stola?



Wir erinnern uns: Ursprünglich sollte das Gelöcher ja dazu dienen, die wilde Mille-Colori-Farbpracht in geordnete, horizontale Wellenbahnen zu leiten. Und das hat auch so weit ganz gut geklappt. Irgendwann mache ich mit zwar auch noch den klassischen Zick-Zack-Schal mit den regelmäßigen Zu- und Abnahmen für den typischen Missoni-Effekt, aber diesmal war ich in Experimentierlaune. Und außerdem wollte ich ein Muster, das auf beiden Seiten gleich aussieht, weil ich bei Schals keine Lust habe, bei jeder Bewegung zu kontrollieren, ob das noch ordentlich aussieht.


Aber dann kam ich auch noch auf die Idee, das Ganze mit einem Garn ohne Streifen aus…

Alternativer Muttertag

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Ab zum außerplanmäßigen Stricktreff mit ein paar Muttertagsverweigerinnen. Mein Vorschlag, einen Leiterwagen voll mit Wolle zu laden und grölend durch die Gegend zu ziehen, wurde zwar verworfen, aber für ausreichend Flüssigkeitszufuhr sollte man ja aus rein gesundheitlichen Gründen sorgen ... 

Und vielleicht hat ja jemand eine Idee, was ich mit den neuesten Schätzchen machen soll. Die Zauberbälle gibt's jetzt auch in Baumwolle - als ob die bisherigen Verlockungen nicht schon reichen würden ...


Déja vu

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Das habt Ihr doch schon mal irgendwo gesehen? Genau, vor beinahe zwei Jahren hier. Mit dem Original war ich aus zwei Gründen nicht recht zufrieden: Es war mir etwas zu klein, und es war eine reine Gegenlicht-Schönheit. Denn wegen des melierten Garns war von dem Muster kaum etwas zu sehen. Und das Ding dauernd am ausgestreckten Arm vor mir herzutragen, erschien doch etwas mühsam.

Der spontane zweite Versuch, den ich am Sonntag vor einer Woche begann, hat im Grunde nur einen Nachteil: die dunkle Farbe. In leuchtenden Tönen würde das viel besser aussehen, wie die folgende kleine Foto-Pfuscherei zeigt. Aber ich hatte grade sonst nichts Passendes in ausreichender Menge zur Hand.


Wie sich zeigte, hatte ich allerdings auch nicht genug von dem wunderbaren Lace Lux, das ja nicht mehr hergestellt wird. Obwohl ich den letzten Musterstreifen vor der Kante sogar deutlich verkürzt hatte, war abzusehen, dass das Garn für die letzten sieben bis acht Reihen nicht mehr reichen würde. Dank Amazon gelan…

Chili Wrap

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Na, das hat sich ja vielleicht lang hingezogen. Aber dafür zieht sich auch das Endergebnis ganz schön lang hin: stattliche 2,50 Meter bereits vor dem Waschen, knapp drei Meter danach.


Ganz so groß wollte ich das Tuch eigentlich gar nicht haben. Aber da ich mich ewig nicht entscheiden konnte, welchen Abschluss ich haben wollte, habe ich einfach immer an dem Lochmuster herumgenadelt, wenn ich in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs oder beim Stricktreff war. Der subtile Farbverlauf der Tarantella war ja ganz unterhaltsam und dass sich die Löcher später ausdehnen würden, war mir zwar klar, aber in welchem Ausmaß sie das taten, hat mich dann doch etwas überrascht.


Und dann hätte zweifellos eine der beiden Wellensequenzen - entweder die kleinere oder die größere - ausgereicht. Aber hey, es war noch Garn übrig und die Farben bildeten einen so hübschen Kontrast zum dauergrauen April ...


Und da die Temperaturen noch immer weit davon entfernt sind, wonnemonatlich zu sein, ist es gar nicht v…

Auf den Nadeln im Mai

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Die Witterungsbedingungen im April haben ja jeglichen Gedanken an frühlingsfrische oder gar sommerliche Projekte im Keime erstickt. Auch wenn sich die Vernunft zu Wort meldete und zu bedenken gab, dass das Sauwetter ja nicht ewig anhalten könnte, und es dann doch gut wäre, schon mal was Passendes auf den Nadeln zu haben ... Es nutzte nichts. Die beiden Projekte mit dem Bändchen- und dem Leinengarn konnten mich nicht hinter dem Ofen hervorlocken und verharren im Winterschlaf.


Statt dessen habe ich diese beiden Schals produziert. Die Mixtur aus Silkmohair und Effektgarn hat großen Spaß gemacht, obwohl sie so simpel waren. Wahrscheinlich, weil ich hier endlich mal wieder schnell sichtbare Fortschritte vor Augen hatte.

Ganz im Gegensatz zu meinem "Dauerbrenner", für den ich gefühlt endlos gebraucht habe. Der wurde am Sonntag tatsächlich fertig (hier ein Bild vor dem Waschen & Spannen).


Details dazu gibt's demnächst, wenn ich vernünftige Fotos gemacht habe.








Das zweite Erf…

Eiszeit

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Ernsthaft jetzt?? Beinahe Mai und das Erste, was ich sehe, wenn ich morgens aus dem Fenster schaue, ist das da:


Offensichtlich sind die Eisheiligen dieses Jahr nicht nur viel zu früh angekommen, sie haben auch noch ihre weitläufige Verwandschaft mitgebracht und anscheinend vor, sich hier dauerhaft einzunisten. Dabei bin ich vor vielen Jahrzehnten extra aus meiner gebirgigen Heimat ins Flachland gezogen, um solche Anblicke tunlichst auf die Weihnachtstage zu begrenzen.

Die rechte Lust auf luftiges Strickwerk mag sich bei diesen Temperaturen noch immer nicht einstellen. Statt dessen findet sich unverhofft ein weiterer Schal auf den Nadeln.
Eigentlich wollte ich nur ein Muster ausprobieren und griff dafür zum Nächstbesten, das mir beim Öffnen der Vorratskiste in die Finger fiel. Das war mal wieder Mille Colori Baby. Und zwar in einer Farbzusammenstellung, die, zumindest wenn man sie am Knäuel betrachtet, doch den starken Verdacht aufkommen lässt, dass da ein Farbenblinder unter erheblich…

Kleinkariert

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Höchste Zeit, dass mal ein paar der Schätze verarbeitet werden, die ich letzten Oktober auf dem Wollmarkt in Vaterstetten erstanden habe. Und ganz weit vorne auf der Liste standen diese Prachtexemplare von Edith. Schon beim Einkauf war klar, dass die beiden Seidenkombinationen zusammengehörten. Und die zwei lieferten auch das pure Strickvergnügen. Vor allem die Principessa aus Seide und Yak ist sensationell. Man soll ja mit Superlativen vorsichtig sein, aber das ist vielleicht das angenehmste Garn, das ich je verstrickt habe.


Zugegeben: Die Farben schreien jetzt nicht gerade: "Willkommen, Frühling!". Aber der April präsentiert sich ja durchaus in ähnlich düsterem Gewand. Außerdem: grau und grün geht bei mir immer!



Um die Struktur und den dezenten Schimmer des Garns schön in Szene zu setzen, war auch schnell klar, dass sich verschiedene Strukturmuster abwechseln sollten. Und ein wenig hat dann auch meine neuentdeckte Leidenschaft für Mosaikmuster dazwischengefunkt. Zwar war …

Meeresleuchten

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Nach der Luftnummer hatte ich gleich noch mal Lust auf die Kombination Silkhair + Effektgarn. Erst hatte ich mit verkürzten Reihen gespielt, das sah aber nicht besonders aus. Fallmaschen dagegen machen sich mit dem Bändchengarn richtig gut. Bei diesem zweiten Versuch blieb es dann auch.


Mit dieser Farbvariante der Roma Degradé hatte ich letzten Sommer schon wochenlang geliebäugelt - so lange bis das Garn ausverkauft war. Dieses Jahr habe ich dann gleich zugegriffen, sobald ich es wieder sah. Diesen Grün-Türkis-Blau-Verlauf finde ich einfach umwerfend.

Schöne Farbe hin oder her, das Garn hat allerdings ein entscheidendes Manko. Der Wechsel von hell nach dunkel erfolgt relativ abrupt und - man glaubt es kaum!! - einfach dadurch, dass da Enden zusammengeknotet werden! Noch dazu mit so kurz bemessenen Knoten, die sich kaum im Strickwerk verstecken lassen.


Beim ersten Mal glaubte ich ja noch an ein Versehen, aber nachdem das pro Knäuel zwei Mal vorkam, steckt hinter der Schlamperei wohl M…

Luftnummer

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Wenn sich langsam der Eindruck aufdrängt, ich hätte dieses Paillettengarn in allen nur verfügbaren Farben aufgekauft, so ist das nicht gänzlich falsch. Ähnliches gilt für die Silkhair, die sich auch immer mal in den Einkaufskorb schmuggelt. Es lag also nahe, die beiden zwecks Bestandsabbau einmal miteinander zu kombinieren.


Und zwar zu einem denkbar einfachen Nebenbei-Projekt. Ein Schal, bei dem sich vier Reihen glatt rechts in Mohair abwechseln mit zwei Reihen kraus rechts in Opera. Angeschlagen hatte ich 62 Maschen. Das Ganze mit großen Nadeln, damit das Ganze schön transparent wirkt, und fertig ist die Laube. Na ja, nicht ganz, weil sich einmal mehr gezeigt hat, dass es aus unerfindlichen Gründen viel länger dauert, einen Schal als ein Tuch zu stricken. Zumindest fühlt sich das jedes Mal so an.


Trotzdem, und trotz des stricktechnischen Gähn-Faktors hätte ich jetzt irgendwie Lust, noch mehr so durchsichtiges Zeugs zu produzieren. Genug Garn sollte ja vorhanden sein ...

Ach ja: Trot…

Auf den Nadeln im April

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Der Rückblick fällt diesmal ja recht übersichtlich aus. Viel (weitgehend un- und unterbezahlte) Arbeit, daher sind nur ganze zwei Projekte fertig geworden. Und die sind auch nicht grade ein Nachweis von Kreativität, sondern reine Fleißarbeit.



Immerhin machen mir beiden trotzdem viel Freude. Der 'Planned Pooling'-Schal vor allem deshalb, weil sich das Garn so unfassbar gut anfühlt. (Zum Glück fallen fast alle anderen Farbkombinationen der Lanartus Fine Merino Socks nicht in mein Beuteschema, sonst wäre ich wahrscheinlich gleich losgezogen, um sämtliche Bestände aufzukaufen.) Und die Concertina, weil es mir im dritten Anlauf endlich gelungen ist, das richtige Verhältnis von Maschenzahl und Zunahmen auszutüfteln.

Für den laufenden Monat ist zwar einiges auf den Nadeln, aber bislang noch nichts sonderlich Spannendes. Da ist zum einen was aus der Kategorie: "Das Garn muss jetzt endlich weg", vor allem, weil es, auf die großen Papprollen gewickelt, so viel Platz wegnimmt. …

Aller guten Dinge sind drei

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Man sehe und staune: Im dritten Anlauf ist tatsächlich genügend Faltenfülle vorhanden und sie hat auch den Waschgang überlebt. So gibt es für das Modell 'Concertina' tatsächlich noch ein Happy End!


Des Rätsels Lösung lautete tatsächlich, einfach mehr Zunahmen zu machen. Obwohl das Tuch eher eine mittlere Größe hat (160 x 60 cm vor dem Waschen, 185 x 80 cm danach), stecken ca. 1500 m Garn drin.

Stichwort Garn: von allzu flauschigem, schmuseweichen sollte man wohl Abstand nehmen. Mein zweiter Versuch mit Kidsilk Mohair war ja der reinste Softie, der die Plisseefalten einfach ignoriert hat. Aber mit etwas griffigem Sockengarn funktioniert es ganz gut.

Als Ansporn zum Durchhalten habe ich für die untere Kante noch ein Beilaufgarn mit Pailletten dazugekauft. Die Aussicht auf etwas Glitzer hat dann auch geholfen. Und der Polyesterfaden hat auch noch einen praktischen Nutzen, denn dadurch kriegen die Falten, die unten schon etwas breit sind, noch eine zusätzliche Stütze.

Sehr frühlin…