Auf den Nadeln im Februar

Der Januar fühlte sich wahnsinnig lang an. Wahrscheinlich weil er beleuchtungstechnisch überwiegend aus Nächten bestand. Dafür gab es aber auch keinerlei Anlass, für irgendwelche Outdoor-Aktivitäten und entsprechend viel Strickzeit. Folgerichtig wurde auch ganz schön was fertig: Ich kann auf rekordverdächtige fünf abgeschlossene Projekte zurückblicken (na gut, zwei davon waren eher Kleinkram, aber immerhin!).

Ein Rekord ist wahrscheinlich auch, dass ich gleich zwei Mal brav nach Anleitung gestrickt habe: beim Girlfriends Cardigan und bei der Spiralmütze. Beide sind gleichermaßen einfach wie empfehlenswert.
Die eigenen Projekte standen, wie schon in den Monaten davor, immer noch ganz im Zeichen der Kombination von Brioche und Doubleface. Der Touch of Magic macht sich auch als vielfarbiges Resteprojekt richtig gut. Und der Bubble Trouble hat endgültig bewiesen, dass die Kombination der beiden Techniken gut geeignet ist, um mit geometrischen Formen zu spielen. Die passenden Handstulpen waren wegen der aufgehäkelten Linien dann eher ein kleines Geduldsspiel.

Im Februar werden die Nächte voraussichtlich auch noch einmal lang werden. Das hat allerdings eher sportliche Gründe: Die Olympischen Winterspiele stehen an. Diesmal in Südkorea und damit mit einer aberwitzigen Zeitverschiebung. Aber da muss die gut trainierte Passivsportlerin durch. Und es ist ja nicht so, dass man sich in der Zeit tatenlos auf der Couch fläzen könnte, denn parallel finden wie immer die Ravellenic Games mit allerlei fordernden Disziplinen statt. Ich hab mich vorerst nur fürs WIPs Dancing angemeldet. Zwar kann ich langsam keine endlos langen Rechtecke mehr sehen und würde gerne mal wieder ein Tuch auf die Nadeln nehmen, aber die folgenden drei Grazien sollten vorher noch fertig werden:


 Als da wären: der 'Persimmon' aus dem neuen Buch von Nancy Marchant, das Zick-Zack-Ding, das sich nun schon über Monate hinschleppt (das hätte man auch gut etwas schmäler machen können!) und die Brioche Doubleknit-Zopf-Kombi. Wenigstens ist durch die verschiedenen Muster für etwas Abwechslung gesorgt. Vielleicht kommen auch noch ein paar schnelle Stulpen dazu - die Reste vom ersten Touch of Magic würden sich da anbieten ...

Ach ja, falls sich jemand fragt, was aus dem Plan geworden ist, nur so viel Wolle zu kaufen wie auch verstrickt wurde: Das klappte ganz hervorragend. Bis zum 24. Januar. Dann war Schlussverkauf. Reden wir nicht weiter davon ...


Aber beim aktuellen Blick aus dem Fenster ist doch klar, dass die Seele dringend Farben braucht, oder?




Kommentare

  1. Liebe Ute wunderschöne Stücke hast geschafft, und traumhafte Projekte hast auf den Nadeln! Mein Herz ist beim Anblick des zarten Brioche-Schals fast stehen geblieben!!! Was kann ich machen, um Dich um diesen zu erleichtern? Ernst...
    Meine Projekte sind zZ aufgrund der familiären Entwicklung aufs Eis gelegt... was mir sehr Leid tut...
    VlG Nora

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    1. Nein, nein, meine liebe Nora, der Brioche-Schal bleibt schön bei seinem Frauchen! Der und der Persimmon haben mich allerdings daran erinnert, dass ich ruhig mal wieder mehr mit Mohair machen könnte. Ist einfach schön!

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  2. Was für eine fette Beute! Ja, mit der Garndiät ist es wie mit dem Abspecken - je mehr Zwang man sich auferlegt, desto mehr drängt es einen sich dem zu widersetzen und umso mehr Wolle (bzw. Süßkram) muss her. Da hilft nur locker bleiben und dem Hobby seinen verdienten Tribut zu zollen :-)
    Dann wünsche ich Dir viel Erfolg bei der WIP-Bekämpfung, unter "Aufsicht" klappt es sicher, dazu noch Olympia, das mich nun wieder GsD tootal kalt lässt. Liebe Grüße aus der blauhimmeligen Mystery-Landschaft in Fernost
    Regina

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    1. Ich hab's eigentlich gar nicht so sehr als Garndiät angesehen, mehr als logistische Lösung ... Und ich kriege den Neukauf auch echt nicht mehr unter, die zwei Schachteln stehen immer noch im Wohnzimmer. Nicht mal gezieltes Umschichten hilft mehr. Da müssen wohl schnell ein paar neue Projekte auf die Nadeln ...

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